Archiv Rumänien

Freiwillige Feuerwehr Höhenrain e.V.


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Die Gemeinde Feldkirchen/  Westerham schenkt das alte Löschfahrzeug der Feuerwehr Höhenrain einem Ort namens Timisoara, Rumänien...

So mussten es sehr viele Feuerwehrleute unserer Wehr durch die Presse erfahren. Dies obwohl ein Kaufangebot an die Feuerwehr gegangen war,Noch ein Foto bevor es los geht Foto© Grünäugl dass dies nicht mit großer Begeisterung entgegen genommen wurde ist zu verstehen.

Am 10 Juli 2002 war es dann soweit es trafen sich 6 Stunden warten bis wir über die Grenze dürfen Foto© GrünäuglFeuerwehrmänner aus Mietraching, Wasserburg, Rohrdorf, Ellmosen, und Höhenrain am Kreisbauhof in Riedering um ihre roten Fahrzeuge in Richtung Rumänien zu bewegen. Abfahrt war um 18.00 Uhr. Unterwegs kam noch das Versorgungsfahrzeug (81/1) vom Landkreis hinzu, der voll gepackt mit Hilfsgütern wie Krankenhausbetten war. Die Reiseleitung hatten Kreisbrandrat Sebastian Ruhsamer und Kreisbrandmeister Hans Huber aus dem Samerberg.

Nach etwa drei Stunden musste der erste Stopp eingelegt werden, denn am 81/1 des Landkreises spielte uns die Elektronik einen Streich. Die Fahrt wurde danach nur noch zum Tanken unterbrochen. Bereits an der Grenze von Rumänien wurde der Konvoi von Vertretern des Landes empfangen. Bisher fuhren wir ausschließlich auf Auf der Autobahn ging alles recht schnell Foto© GrünäuglAutobahnen doch jetzt ging es auf kleinen Straßen weiter und da wurde uns so richtig bewusst, hier wird unser Auto richtig benötigt. Auch Eselsgespanne auf sehr dicht befahrenen Straßen sieht man noch sehr häufig. Störche nisten auf den Straßenlaternen, da könnte man den Eindruck bekommen "hier ist die Welt noch in Ordnung".Irgend eine Ortsdurchfahrt mit Bevölkerung Foto© Grünäugl

In unserem Hotel kamen wir dann schließlich am Donnerstag dem 11. Juli so gegen 23.00 Uhr an. "Kurz duschen und dann treffen wir uns zum Abendessen mit dem Chef der Berufsfeuerwehr von Timisoara" so lies es unser Reiseleiter KBR Ruhsamer verlauten.

Nach dem Abendessen hatte jeder den restlichen Tag zur freien Verfügung.Erst marschieren lernen, dann kommt die Feuerwehrausbildung im Hintergrund ein RTW aus Essen, Deutschland   Foto© Grünäugl Am Freitag morgen trafen wir uns bereits um 8.00 Uhr wieder, denn nach dem Frühstück wurde eine Wache der Berufsfeuerwehr (BF) besichtigt. Die BF wird noch vom Militär regiert, dem entsprechend ist auch die Ausbildung - erst nachdem gelernt wurde im Gleichschritt zu gehen kommt die Feuerwehrausbildung.

Nach der Besichtigung fuhren wir ins Landesinnere. Dort wurde uns das Gelände einer Reha Klinik zur Behandlung von Knochenbrüchen und Hüftproblemen gezeigt. Danach ging es zurück ins Hotel. Es erwartete uns der Besitzer des Hotels mit einem reichhaltigen Essen. Anschließend schnell duschen und ab zu den Fahrzeugen, wir machten diese vor der Übergabe noch sauber. Es war bereits 17.30 Uhr als wir wieder zum Hotel kamen und für 18.00 Uhr war die Übergabe der Fahrzeuge geplant. Ein Kamerateam des rumänischen Fernsehens, die örtliche Presse und auch die Delegation unseres Kreistags, der bereits am Mittwoch angereist war um sich ein Bild von Timisoara zu machen, empfingen uns bei den Fahrzeugen.

Der Kreistag war nach Rumänien gereist um eine Partnerschaft mit Timisoara zu schließen. Nach der Übergabe, die so manchem Feuerwehrmann nicht gerade leicht fiel, ließen wir noch einmal alle Martinshörner zusammen ertönen. Für manche mag sich das lächerlich ja sogar kindisch anhören, aber jeder einzelne der bei dieser Fahrt dabei war musste diesen Ton bei vielen Einsätzen hören um den Verkehrsteilnehmer zu zeigen, dass Eile geboten war. Nach der Übergabe wurden wir vom amtierenden Landrat in einen Feriensitz vom ehemaligen Regierungschef eingeladen. Diese Ehre wussten wir sehr zu schätzen, ist doch in Rumänien der Landrat soviel wie zuhause der Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber. Nach dem gemeinsamen Abendessen, das für alle - ob Kreistag oder Feuerwehr - sehr interessant war, stand der restliche Abend zur freien Verfügung.

Am nächsten Tag wurde gemeinsam mit dem Kreistag um 8.00 Uhr die Rückreise mit einem komfortablen Reisebus angetreten. Diese Fahrt dauerte im Vergleich zur Anreise nur 13 Stunden. Auf der Heimfahrt wurde die gesamte Feuerwehr von einem Kreistagsmitglied, der einen kleinen Gasthof besitzt, zu einer Nachlese des Erlebten eingeladen.
An diesem Abend waren wieder Feuerwehr und Politik an einem Tisch beisammen, es wurde Erlebtes mittels Bilder in Gedanken zurück gerufen und man war sich einig es sollte weiter geholfen werden.

Während der gesamten Fahrt, egal in welcher Situation, war immer eine super Stimmung !